Unterstützungsangebote in Sorgenden Gemeinschaften
Die Fachstelle UstA befasst sich derzeit schwerpunktmäßig mit dem Thema "UstA in Sorgenden Gemeinschaften". Dabei geht es darum, Unterstützungsangebote in Trägerschaft mit ehrenamtlicher Beteiligung stärker in das Versorgungsnetz zu integrieren. Impulse zur Profilschärfung und zur intensiveren Vernetzung auf verschiedenen Ebenen sollen zur qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten wie auch von Sorgenden Gemeinschaften vor Ort beitragen.
Finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat, sowie aus Mitteln der sozialen und privaten Pflegeversicherung.
In Deutschland werden immer mehr pflegebedürftige Menschen zuhause begleitet und versorgt, was die Bedeutung von Unterstützungsangeboten im Alltag erhöht. Diese Angebote sind mitentscheidend, um Menschen mit Pflegebedarf einen möglichst langen Verbleib in der Häuslichkeit zu ermöglichen und An- und Zugehörige zu entlasten. Auf der Fachveranstaltung am 5. November 2025 in Stuttgart wurde gemeinsam über die Zukunft und Weiterentwicklung wichtiger Unterstützungsstrukturen im Rahmen einer Sorgenden Gemeinschaft diskutiert.
Hier gelangen Sie zur Dokumentation der Fachveranstaltung.
Angebote zur Unterstützung im Alltag von Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf, die mit ehrenamtlicher Beteiligung realisiert werden, sind ein wichtiger Bestandteil der komplexen Versorgungsstruktur in Baden-Württemberg. Zentrale Elemente sind dabei verschiedene Formen der Unterstützung und Entlastung durch niedrigschwellige Angebote und nachbarschaftliche Hilfen - als sozialpolitische Orientierungen mit Bick in die Zukunft, wie sie schon im Siebten Altenbericht der Bundesregierung als Zukunftsvision formuliert wurden (BMFSFJ, 2016). Sein Titel Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften setzt zentral auf die Entwicklung von Sorgenden Gemeinschaften, als Modell der Caring Communities, die auch im aktuellen Fachdiskurs zur Zukunft der Pflege in Deutschland eine zentrale fachliche Orientierung darstellen.
Sorgende Gemeinschaften übernehmen dort Aufgaben des sozialen Miteinanders, wo familiäre und nachbarschaftliche Strukturen gegenseitige Hilfe nicht mehr in gewohnter Weise gewährleisten können. Sie stehen für eine neue Form des gemeinsamen Handelns von Bürger*innen, Trägern und Kommunen. Und sie sorgen auch dafür, dass Menschen mit Pflegebedarf länger in ihrer Häuslichkeit bleiben können und deren pflegende An- und Zugehörige entlastet werden.
Im Modellprojekt Unterstützungsangebote im Alltag in Sorgenden Gemeinschaften ging es vor diesem Hintergrund vor allem darum, in einer landesweiten Befragung zu erfahren, inwiefern sich die Träger und Initiativen in Baden-Württemberg, die für Angebote zur Unterstützung im Alltag (UstA) verantwortlich sind, auch als Teil einer Sorgenden Gemeinschaft verstehen und wahrnehmen. Ihre Rolle und damit ihr Aufgabenspektrum im Quartier zu erfragen und zu schärfen, um auf dieser Basis Hinweise und Impulse zur weiteren Verbesserung der Versorgungsstruktur zu erhalten, war ein weiteres Ziel. Dazu wurden relevante Daten und Einschätzungen zur aktuellen Situation erhoben, auch um erkennbare Bedarfe zu identifizieren, wie diese wichtige Arbeit in Zukunft noch besser durch die Fach- und Koordinierungsstelle unterstützt werden kann. Der Abschlussbericht gibt dazu einen intensiven Einblick und kommentiert auch die Ergebnisse.
Hier können Sie den gesamten Abschlussbericht der landesweiten Befragung abrufen.
